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Balance und Ruhe: Teezubereitung

  • Autorenbild: Nebel von Alishan
    Nebel von Alishan
  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Aug.


Zwischen dem Aufeinandertreffen von Wasser und Teeblättern entfaltet sich eine Schönheit, die langsam und zugleich voller Lebendigkeit ist. Tee zuzubereiten bedeutet nicht nur, den Geschmack zu genießen – es ist eine Form dynamischer Meditation.


Wenn heißes Wasser in die Kanne fließt, öffnen sich die Blätter, drehen sich im Tanz, als würden sie den Fluss der Zeit einatmen. Mit Achtsamkeit achtest du auf Temperatur, Verhältnis und Ziehzeit – und dabei klärt sich der Geist. Diese Konzentration entfernt dich sanft vom Lärm der Welt, ohne in völliger Stille zu verharren – es ist eine Kunst, in der Bewegung Ruhe zu finden.


In unserer schnelllebigen Zeit hat sich der Prozess des Teetrinkens verändert: Er ist zu Bubble Tea mit unzähligen Geschmacksvarianten geworden, den die junge Generation liebt; zu Massenprodukten im Supermarkt, die schnell und bequem verfügbar sind. Doch das Wesen des Tees bleibt still und gelassen.


Während Meditation heute immer beliebter wird, ist das Teezubereiten in Taiwan seit jeher eine Form der dynamischen Meditation. Das Beobachten der verschiedenen Wassertemperaturen, das Erspüren der Kraft, mit der das Wasser auf die Blätter trifft und Aromen freisetzt, sowie das Finden der eigenen bevorzugten Stärke und Geschmacksbalance – all dies ist eine Reise, um sich selbst neu zu entdecken und den Geist zu beruhigen.


Jeder Aufguss ist ein leises Gespräch mit dir selbst, jeder Schluck Tee ein Moment der Begegnung mit dem Jetzt. Tee erinnert uns daran: Ruhe bedeutet nicht, nichts zu tun, sondern im Tun innere Gelassenheit zu finden.

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Brewing Tea is a Dynamic Form of Meditation


Between the meeting of water and tea leaves lies a beauty that is unhurried yet full of life. Brewing tea is more than a sensory delight—it is a form of dynamic meditation.


As hot water flows into the pot, the leaves unfurl and dance, as if breathing in the passage of time. You focus on temperature, proportion, and steeping time, and with that focus, your mind begins to settle. This attentiveness gently distances you from the noise of the world, without falling into complete stillness—it is an art of finding calm in motion.


In today’s fast-paced world, the act of tea-making has taken on new forms: it has become bubble tea with endless flavor variations, beloved by the younger generation; it has become mass-produced, ready-to-drink products lining supermarket shelves. Yet the essence of tea remains tranquil.


As meditation gains popularity in modern life, in Taiwan, the process of brewing tea has always been a kind of dynamic meditation. Observing the changes in water temperature, sensing the way water strikes the leaves to release aroma, and finding the flavor and strength that suit your personal taste—all these are moments of rediscovery, journeys back to a calmer self.

 
 
 

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